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a day in copenhagen with art director

ruben hughes

Originally from New York City, Ruben Hughes grew up on the Upper West Side and in New Jersey. He has always worked in the creative genre, rising quickly in his career with jobs at Club Monaco, Gap or Squarespace. Then he hit a point where he was tired of all the long hours: He was always working – in a city that offers endless activities. Ruben moved to Copenhagen in 2017 and is now the art director of the department store ILLUM. He appreciates the slower pace in the city where he “lives like a European” – and enjoys his job so much it doesn’t even feel like work. We talked to him about the big move and creating a sense of home in a new city. He shares his favourite places in Copenhagen as well as some advice on working in the creative industry.

  • Hi Kane, bitte stelle dich schnell vor. Woher kommst du, wie alt bist du und was hast du heute gemacht, bevor du das Interview mit uns begonnen hast?

    Howdy! Ich wurde in Melbourne geboren, bin aber schon in jungen Jahren an die Sunshine Coast, QLD, gezogen. Derzeit bin ich 25 Jahre alt. Wollt ihr die ehrliche Antwort wissen, was ich vor diesem Interview gemacht habe (lacht) ? Ok! Ich habe mich gerade von unten bis oben mit Calamine Lotion eingecremt, da ich die Windpocken habe. Ich habe keine Ahnung, wie ich sie in diesem Alter bekommen konnte, aber ich habe sie mir als Kind nie eingefangen, also ist es jetzt wohl an der Zeit... (lacht). Ich bin aber froh, dass es nicht Corona ist....

  • Du hast uns mit einem sehr beeindruckenden Portfolio an spektakulären Surf-Bildern, überzeugt. Wie hat es mit der Fotografie im Allgemeinen und dann mit der Surf-Fotografie im Speziellen bei dir angefangen?

    Danke für die netten Worte! Ich habe meine erste Kamera zu meinem 14. Geburtstag bekommen, ohne zu wissen, dass ich ein paar Jahre später mit der Surf-Fotografie eine Karriere starten würde. Ich fing damit an, nach der Schule mit Freunden im örtlichen Skatepark herumzuhängen, um Fotos für unser Myspace-Profile zu machen. Dann, ca. sechs Monate später, habe ich Mama oder Papa angefleht, mich bei Sonnenaufgang zu wecken, damit sie mich in den frühen Morgenstunden an Strand fahren würden, um Landschaften bei Sonnenaufgang zu fotografieren. Nachdem ich nach ein paar Jahren die technische Seite der Fotografie gelernt und die Liebe zum Meer gefunden habe, kaufte ich mir eine gebrauchte Kamera mit Wassergehäuse. Wir verbrachten jedes Wochenende am Strand und meine Begeisterung zur Wasserfotografie wuchs von Wochenende zu Wochenende. Anfangs hatte ich echt Angst vor den Wellen, aber mit der Zeit gewöhnte ich mich daran.

  • Der Beruf des Surf-Fotografen hat sehr viel mit Reisen zutun. Und Reisen ist momentan nicht ganz einfach. Wie gehst du mit der Corona-Situation um? Wir wissen von vielen Freelancern, dass sie in der ersten Hälfte des Jahres große Probleme hatten.

    Ja, es war ein echt verrücktes Jahr!! Ich wollte gerade für sechs Monate auf die Fidschi-Inseln, um für ein Surfcamp zu arbeiten, aber dann kam das Reiseverbot. Daher habe ich dieses Jahr auch tatsächlich nicht wirklich viel fotografiert. Ich habe Glück, dass wir hier an der Sunshine Coast ein Familienrestaurant führen in dem ich eine Menge gearbeitet habe, um so die Kosten zu decken. Ich hoffe, dass wir bald wieder wie früher gas geben können, aber immerhin habe ich das Glück direkt am Strand zu leben, also beschwere ich mich nicht allzu sehr (lacht).

  • Aber wohin willst du als nächstes Reisen, sobald wir wieder können?

    Entweder, wie eigentlich geplant, Fidschi oder Japan. Beide Länder haben einen besonderen Platz in meinem Herzen. Ich habe dort jeweils super Erfahrungen gemacht. Ich hatte vor Fidschi nicht nur die besten Wellen ever, es ist vor allem das Lächeln der Einheimischen, das dich zurückbringt. Die verschiedenen Kulturen und das Essen interessiert mich genauso wie gute Wellen oder ein der Powder, wie in Japan. Aber realistisch gesehen geht mein nächster Trip wahrscheinlich irgendwo an die Ostküste Australiens.

  • Stimmt, ganz schlecht hast du es ja nicht getroffen. Wie ist das Leben an der Sunshine Coast heutzutage?

    Es ist super! Ich bin vor kurzem in ein Haus direkt am Strand gezogen, wir haben jetzt unseren eigenen Strandzugang direkt vom Gartentor aus. Ich bin in unserem Winter viel gesurft und habe im Restaurant gearbeitet. Es war also alles gut, nur die Fotografie kam etwas kurz.

  • Könntest du dir vorstellen, eines Tages woanders zu leben? Wenn ja, wo würde es sein? Vielleicht in Deutschland? Wir haben auf jeden Fall gutes Bier... und auch ein paar Wellen!

    Joa, ich glaube ich bleibe lieber hier wohnen (lacht). Ich würde Deutschland aber gerne mal besuchen. Kann ich dann bei euch auf der Couch pennen, wenn ich vorbeikomme (lacht)?

  • Logo, solange die Windpocken bis dahin weg sind! Zurück zu deinen Bildern, was macht Surf-Fotografie so besonders für dich?

    Dass du dich auf so viele verschiedene Komponenten konzentrieren musst, um ein besonderes Bild hin zu bekommen. Alles muss passen. Diese Herausforderung reizt mich und macht es jedes Mal wieder spannend. Jedes gute Foto ist eine echte Belohnung für die harte Arbeit in den Elementen.

  • Kannst du uns dein persönliches Lieblingsbild zeigen, das du in diesem Jahr geschossen hast und uns sagen, was es für dich besonders macht?

    Hmmmm! Auf dieses Foto von Dane Perlee (Anm. d. Red.: Das Aufmacherbild von Seite 14-15) bin ich ziemlich stolz. Es entstand während einer Surf-Session beim diesjährigen Noosa Surf-Festivals. Dane hat den besten Style, den ich wahrscheinlich jemals persönlich gesehen habe. Ich bin dabei happy mit der Bild-Komposition und dem Kontrast und ich hoffe, dass ich mit Dane noch oft zusammen arbeiten kann. Denn wenn man mit guten Surfern fotografiert, ist der Großteil der Arbeit schon gemacht.

  • Alles klar, uns mehr. Was kannst du jungen und motivierten Fotografen empfehlen, die mit und für ihre Fotografie Geld oder Aufmerksamkeit verdienen wollen?

    Erstens: Lass dich nicht wegen des Geldes auf die Fotografie ein! Wenn es dir wirklich Spaß macht, du ein einzigartiges Auge entwickelst und hart arbeitest, dann wirst du dort hinkommen, wo du hin willst. Versuche auch immer nett und höflich zu Kunden und Models zu sein, ich glaube, dass man damit weit kommt. Fang an, dir ein starkes Portfolio aufzubauen. Wenn du das hast, dann kannst du versuchen die ersten Prints über Social Media und deiner Website zu verkaufen, um so deine nächste Reise oder Kameraausrüstung zu finanzieren. Habe keine Angst davor, anderen Fotografen und Menschen im Allgemeinen Fragen zu stellen. Und niemals aufgeben am eigenen Traum zu arbeiten, ok? Anfangs habe ich immer mal wieder an mir und meiner Arbeit gezweifelt und ich denke, dass geht vielen Kreativen irgendwann in ihrer Kariere so, aber irgendwann kam die positive Energie zurück

  • Was sind deine Ziele in der Fotografie?

    Andere mit meinen Fotos zu inspirieren und noch lange bei der Arbeit glücklich zu sein.

  • Wo siehst du dich und deine Fotografie in 20 Jahren?

    Shit! Dann bin ich 45 Jahre alt, das ist beängstigend! Äh, ich hoffe, dass meine Fotografie bis dahin zeitlos ist und ich immer noch das mache, worauf ich Spaß habe. Außerdem hoffe ich, dass ich auf das, was ich in den letzten 20 Jahren gemacht habe, stolz zurückblicken kann.

  • Können wir deine Arbeiten früher oder später in Ausstellungen sehen?

    Ich arbeite dran, stresse mich damit aber auch nicht. Ich habe da keine Eile!